Devotio ist ein Thema, das in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich gezogen hat. Seit seiner Entstehung hat es Debatten, Kontroversen und endlose Forschungen ausgelöst, die darauf abzielen, seine verschiedenen Aspekte zu verstehen und zu analysieren. In diesem Artikel werden wir Devotio eingehend untersuchen, von seinen Ursprüngen bis zu seinen Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft. Wir werden die verschiedenen Blickwinkel analysieren, aus denen dieses Thema angegangen werden kann, sowie seine Auswirkungen auf verschiedene Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Kultur und Technologie. Darüber hinaus werden wir uns auf die Meinungen und Perspektiven von Experten auf diesem Gebiet konzentrieren, mit dem Ziel, eine vollständige und bereichernde Vision von Devotio anzubieten. Ohne Zweifel ist dies ein faszinierendes Thema, das niemanden gleichgültig lässt und das eine ausführliche und sorgfältige Betrachtung verdient.
Eine devotio war in der römischen Antike die kultische (Selbst-)Aufopferung an die Götter. Überliefert sind die devotiones dreier Decii aus aufeinanderfolgenden Generationen.
In der bekanntesten Variante weiht ein Feldherr sich selbst den Unterweltsgöttern, und zwar zusammen mit dem Leben der Feinde. Den Göttern wird also gleichsam ein Pakethandel vorgeschlagen: Sie bekommen das Leben des Gelobenden (durch dessen Tod in der Schlacht) unter der Bedingung, dass sie auch den Feinden das Leben nehmen.
Nach der Schilderung bei Livius (ab urbe condita 8, 9) zieht der Feldherr auf Aufforderung des Priesters die toga praetexta an, verhüllt sein Haupt, legt seine Hand ans Kinn und stellt sich auf einen niedergelegten Speer. Dann spricht er die Devotionsformel. Sie besteht aus einer Anrufung der eigenen Götter und der Götter der Feinde, der Bitte um Sieg im Kampf und schließlich dem Versprechen, das Leben der Feinde gemeinsam mit dem eigenen für den römischen Staat aufzuopfern:
Livius berichtet (8, 10), der Feldherr müsse nicht unbedingt sein eigenes Leben zum Opfer bereithalten, sondern könne auch dasjenige eines beliebigen Soldaten weihen. Überlebt der Soldat, muss sein Abbild mindestens sieben Fuß tief vergraben werden; die Grabstelle gilt als verflucht und darf von einem römischen Beamten nicht betreten werden. Ferner ist ein Sühneopfer darzubringen. Überlebt der Feldherr, der sich selbst geweiht hat, kann er zeitlebens keine sakrale Handlung mehr gültig vollziehen. Fällt der Speer, auf dem er gestanden hat, in Feindeshand, ist ein Suovetaurilia-Opfer zu vollziehen.
Die obigen Ausführungen Livius’ beziehen sich auf die devotio des älteren Publius Decius Mus. Decius weiht sich den Göttern im Kampf gegen die Latiner bei der Schlacht am Vesuv 340 v. Chr. Sein Sohn gleichen Namens stirbt durch devotio in der Schlacht von Sentinum 295. Es wird vermutet, dass nur diese devotio historisch ist und später vom Sohn auf den Vater übertragen wurde. Cicero (de finibus 2, 61) weiß überdies noch von einer devotio des Enkels in der Schlacht bei Ausculum 279, die ansonsten nicht überliefert ist.
Macrobius (Saturnalia 3, 9) zitiert eine devotio-Formel anlässlich der Eroberung Karthagos, die nach der evocatio (also der Bitte an die Götter, den Feind zu verlassen, auf dass man sich bei der Eroberung nicht an den Göttern versündige) gesprochen wurde und nur die Weihe der gegnerischen Stadt an die Götter zum Inhalt hatte. Auf solche Weise wurden nach Macrobius auch Korinth und einige italische Städte geweiht.
In der Kaiserzeit wurde die devotio zur formelhaften Loyalitätsbekundung der Untertanen an den Herrscher. Nach Sueton (Caligula 27, 2) zwang Caligula einen Bürger, die devotio wörtlich zu nehmen.