In diesem Artikel werden wir das faszinierende Leben von Forstamt erkunden, ein Thema, das im Laufe der Geschichte die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich gezogen hat. Forstamt war Gegenstand von Studien, Debatten und Kontroversen und hat großes Interesse an verschiedenen Wissensgebieten geweckt. Im Laufe der Jahre hat Forstamt einen unauslöschlichen Eindruck in der Gesellschaft hinterlassen und die Art und Weise beeinflusst, wie wir denken, handeln und mit der Welt um uns herum umgehen. In diesem Artikel werden wir uns mit den verschiedenen Aspekten von Forstamt befassen und seine Bedeutung und Auswirkungen auf unser tägliches Leben aufzeigen.
Das Forstamt ist eine Forstbehörde oder eine Verwaltungseinheit, die für die Betreuung bestimmter Waldflächen zuständig ist. Durch Privatisierungsmaßnahmen sind heute viele Forstämter zu Forstverwaltungen geworden, somit als Wirtschaftsbetrieb ausgelagerte, ehemalige Behörden.
Hauptaufgaben der Forstämter sind die Verwaltung des Grundeigentums sowie die Bewirtschaftung des Waldes unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Hierzu gehören die Produktion, Ernte und Vermarktung von Holz und Nebenprodukten sowie von Wildbret[1] und auf gleicher Fläche die Sicherstellung der besonderen Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes. Unter entsprechenden Eigentumsverhältnissen untersteht den Forstämtern das Jagdausübungsrecht.
In einigen deutschen Bundesländern wird die Betreuung des Privatwaldes von den staatlichen Forstämtern mit übernommen. Dieses geschieht in so genannten Einheitsforstämtern.
Die Bezeichnung eines Forstamtes kann je nach Staat, Region und Besitzart variieren. Allgemeiner spricht man auch von Forstverwaltung, wozu auch die vergleichbaren Institutionen des Groß-Privatwalds gehören.
In Preußen war die Bezeichnung Oberförsterei geläufig. In der preußischen Zeit nach 1815 (Wiener Kongress) wurde die Forstverwaltung neu organisiert. Die Kommunen konnten sich einer benachbarten Königlichen Oberförsterei anschließen oder eigene Communal-Oberförstereien bilden. Bis heute in fast der gleichen Zusammensetzung dieser Organisationsstruktur besteht nur das Gemeinde-Forstamt Willebadessen, ein kommunales Forstamt.[3]
Die Forstamtsleiter hießen früher auch Oberförster oder Forstmeister. Letzteres ist nicht mit der heutigen Bezeichnung Forstwirtschaftsmeister zu verwechseln.
Die überwiegende Anzahl der Forstämter in Deutschland sind Behörden der Landesforstverwaltungen und in erster Linie für den Landeswald, auch Staatswald genannt, zuständig. Als Betreuungsforstämter übernehmen sie häufig auch die Bewirtschaftung von Körperschafts- und Privatwäldern.
Bundesforstämter bewirtschaften Wälder, die im Besitz der Bundesrepublik Deutschland sind. Hierbei handelt es sich häufig um Truppenübungsplätze oder andere militärische Liegenschaften.
Zahlreiche deutsche Kommunen haben ebenfalls Waldbesitz und verfügen über Kommunalforstämter.
In verschiedenen deutschen Bundesländern gibt es Forstämter der Landwirtschaftskammern. Diese sind für die Beratung und Betreuung des Privatwaldes überwiegend landwirtschaftlicher Betriebe zuständig – sofern diese Pflichtaufgabe der Landwirtschaftskammern nicht durch die nach Bundeswaldgesetz favorisierte, unmittelbar waldbäuerliche Selbstverwaltung in Form von Forstbetriebsgemeinschaften wahrgenommen wird. Nur wenige Waldbesitzer haben ausreichend Wald, um sich ein Privatforstamt leisten zu können. Eine Besonderheit sind die Klosterforstämter der Klosterkammer Hannover in Niedersachsen.
In Österreich wurde der Waldbesitz der Republik aus der öffentlichen Verwaltung ausgegliedert und in die Österreichische Bundesforste AG ausgelagert, wodurch alle Forstämter zu Betriebsstätten geworden sind. Die Bezeichnung „Forstamt“ bezieht sich so als Namensteil auf die Firmenbezeichnung forstlicher Betriebe. Im Kontext der Stadtverwaltung geht es um eine Magistratsabteilung (zum Beispiel, Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien). In Österreich stehen 15 forstliche Betriebe als regionale Ansprechpartner für Jagd, Fischerei, Immobilien und Dienstleistungen zur Verfügung. Das Unternehmen ist in zwölf Forstbetriebe, zwei Nationalpark-Betriebe (Kalkalpen und Donau-Auen) sowie einen Forsttechnik-Betrieb unterteilt.[4] Jeder Forstbetrieb ist in Forstreviere gegliedert.[5] Das Forstrevier wird von einem Revierleiter geleitet. Die Generaldirektion befand sich in Wien, nunmehr befindet sich die Unternehmensleitung in Purkersdorf.
Österreich hat auch einen in Europa einzigartig hohen Anteil an Privatwald ehemaligen, adeligen Großgrundbesitzes, ebenso wie kirchlichen Wald von Klöstern, die ebenfalls eigene Betriebe als Forstverwaltungen haben.
Die Oberförsterei (lit. miškų urėdija) ist in Litauen ein Staatsunternehmen, zuständig für die Forstverwaltung und den Waldschutz. Es wird von einem Oberförster (lit. miškų urėdas) geleitet. In Litauen gibt es 42 Oberförstereien. Sie unterstehen dem Generalforstamt am Umweltministerium Litauens. Der Generalforstmeister (generalinis miškų urėdas) ist oberster Forstbeamter in der Forstwirtschaft Litauens.
Die litauischen Oberförstereien verwalten 1,060 Millionen Hektar Staatswald (2014). Die durchschnittliche Oberförstereigröße beträgt 25.200 Hektar. Die größten sind in Švenčionėliai (43.000 ha), Panevėžys (40.000 ha), Ukmergė (37.300 ha), Kretinga (35.400 ha), Telšiai (35.100 ha) und Šilutė (34.300 ha), die kleinsten in Dubrava, Kupiškis und Zarasai (die Größe der verwalteten Staatswälder beträgt unter 15.000 ha).
Die Oberförstereien in Litauen sind in Förstereien (girininkija) aufgeteilt. 2013 betrug die durchschnittliche Förstereigröße 3.045 Hektar[6] (3.300 Hektar im Jahr 2004).[7] In den litauischen Oberförstereien gibt es 4.200 Mitarbeiter. 2015 versuchte Seimas die Zahl der Oberförstereien im Gesetz zu verankern. Erst ein Veto der Präsidentin Dalia Grybauskaitė verhinderte das Inkrafttreten des neuen litauischen Forstgesetzes.[8]