In diesem Artikel werden wir uns eingehender mit Interaktives Fernsehen befassen und seine verschiedenen Facetten und seine Auswirkungen auf unser Leben untersuchen. Interaktives Fernsehen ist ein Thema, das die Aufmerksamkeit von Millionen Menschen auf der ganzen Welt erregt hat und zu Debatten und Reflexionen über seine Bedeutung und Relevanz geführt hat. Wenn wir uns mit der Analyse von Interaktives Fernsehen befassen, werden wir seine vielfältigen Dimensionen entdecken und erfahren, wie es unsere Gesellschaft, unsere Kultur und unsere Art, die Welt zu sehen, beeinflusst. Von seinen Anfängen bis zu seiner aktuellen Entwicklung ist Interaktives Fernsehen nach wie vor ein Thema von großem Interesse für Experten und die breite Öffentlichkeit. Begleiten Sie uns auf dieser Reise der Entdeckung und Reflexion über Interaktives Fernsehen.
Interaktives Fernsehen (engl. Interactive Television, abgekürzt iTV) ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von medienübergreifenden Formaten. Dabei steht jeweils eine Fernsehsendung im Mittelpunkt, welche jedoch um interaktive Elemente ergänzt wird. Diese ermöglichen es dem Zuschauer, die Fernsehsendung individuell zu gestalten und in die Handlung innerhalb eines vorgegebenen Rahmens einzugreifen.
Im engeren Sinne versteht man unter interaktivem Fernsehen die Bereitstellung und Benutzung von Anwendungen (iTV-Applikationen), die von einem Rechner im Empfangsgerät ausgeführt werden.
Beim interaktiven Fernsehen kann man drei Stufen der Interaktivität unterscheiden.
Auf dieser Stufe interagiert der Zuschauer vor dem Fernsehgerät oder in Form von iTV-Applikationen mit dem Rechner im Empfangsgerät.
Inhalte auf Abruf: Der Zuschauer verwendet das Fernsehgerät nicht nur zur Darstellung des Rundfunkprogramms, sondern auch zur Wiedergabe individuell angeforderter Inhalte. Dies betrifft insbesondere Videofilme oder Texte und Bilder, die dem Fernsehbild überlagert werden.
Erweiterte Programmwahl: Das interaktive Fernsehen ermöglicht eine individuelle und innovative Auswahl des Fernsehprogramms.
Synchronisation mit dem Fernsehbild: Parallel zu einer Fernsehsendung können Applikationen verwendet werden, die mit den Geschehnissen der Sendung synchronisiert sind. Beispiele sind das Raten bei Quizsendungen oder mit Sportsendungen synchronisierte "Jump&Run"-Spiele.
Aktivität vor dem Fernsehgerät: Fernsehsendungen können dazu motivieren, das besprochene Thema während oder nach der Sendung selbst auszuprobieren. Beispiele sind Sendungen zu den Themen Kochen, Basteln oder Spielen.
Auf dieser Stufe wird das einseitig ausgerichtete Kommunikationsmodell des Rundfunks um den Übertragungsweg vom Zuschauer hin zum Sender erweitert. Häufig verwendete Rückkanäle sind Telefon, SMS, Webseiten und in das Empfangsgerät integrierte Rückkanäle.
Abstimmung (Voting): Bei einem Voting kommunizieren viele Zuschauer gleichzeitig in der gleichen Form über den Rückkanal. Die Mehrheit entscheidet über den Fortgang der Sendung. Zum Beispiel kann abgestimmt werden, welche Kandidaten in die nächste Runde eines Wettbewerbs kommen. Eine andere Möglichkeit ist die Abstimmung über den weiteren Handlungsverlauf in einer fiktiven Sendung.
Call-in: Beim Call-in wird ein ausgewählter Fernsehzuschauer Bestandteil des Programms. Meistens wird das Telefon verwendet. Der Zuschauer kann zum Beispiel dem Moderator Fragen stellen oder Kandidat einer Quizsendung werden. Es gibt außerdem zahlreiche Call-in-Gewinnspiele.
Ausgewählte Zuschauerreaktionen: Der Sender erhält über den Rückkanal eine Vielzahl von individuellen Reaktionen der Zuschauer. Er entscheidet, welche Reaktionen Bestandteil des Programms werden. Möglich ist zum Beispiel das Einblenden von ausgewählten SMS in der Bauchbinde oder die Antwort des Kommentators auf ausgewählte Anfragen.
Elektronischer Einkauf: Während oder nach der Sendung bestellt der Zuschauer über den Rückkanal Waren, die in inhaltlichem Zusammenhang mit der Fernsehsendung stehen. Die üblichen Verfahren sind Merchandising und Produktplatzierung. Varianten zum Einkauf sind zum Beispiel elektronische Auktionen und Gewinnspiele.
Bei dieser weitgehenden Form der Interaktion wird der Zuschauer selbst Bestandteil des Formats.
Integration von Beiträgen des Zuschauers: Der Zuschauer kann seine künstlerischen Werke oder seine Besitztümer einsenden, die im Rahmen der Fernsehsendung präsentiert und bewertet werden.
Integration des Zuschauers: Durch Publikumsbeteiligung und Zuschauerkandidaten werden die Zuschauer in die Fernsehsendung integriert. Eine weitere Methode der Zuschauerintegration sind vorgelagerte Ausscheidungswettkämpfe für Castingshows.
Für die Umsetzung von Konzepten und Inhalten des interaktiven Fernsehens bedarf es nicht unbedingt zusätzlicher Technologien. Eine kreative Kombination von klassischen Medien wie analoges Fernsehen, Telefon und Rechner bietet bereits sehr viele Möglichkeiten.
Verlangt das Format eine unmittelbarere Interaktion mit dem Fernsehgerät, so kommen iTV-Applikationen zum Einsatz. Mehrere Technologien werden benötigt.
Übertragung: Die zusätzlichen Inhalte wie Texte, Bilder oder Videofilme müssen zum Zuschauer übertragen werden. Die eingesetzten Technologien basieren entweder auf dem digitalen Fernsehen oder dem Internet.
Empfangsgerät: Das Empfangsgerät muss eine Plattform zur Darstellung und Ausführung der Applikationen beinhalten. Viele dieser Plattformen basieren auf Java ME oder auf HTML/JavaScript-Browsern.
Integrierter Rückkanal: Viele Formate und Geschäftsmodelle des interaktiven Fernsehens werden durch einen in das Empfangsgerät integrierten Rückkanal erheblich verbessert. Verbreitete Lösungen sind das Kabelmodem oder Internetzugang mittels WLAN.
Es gibt mehrere Standards, die technische Plattformen für interaktives Fernsehen definieren:
Firmen setzen interaktives Fernsehen auch zur Schulung und Information von Mitarbeitern ein. Ein spezielles System für die Volkswagen AG hat die iic group GmbH entwickelt. So haben z. B. Volkswagen und Audi eigene Kanäle, über die man Mitarbeiter bei Händlern und in Werkstätten schult.
Der Zugang erfolgt hier über das Intranet des VW-Konzerns, an das alle Händler angeschlossen sind. Dadurch können die Sendungen von außerhalb des VW-Netzes nicht gesehen werden. Die Ausstrahlung der Sendungen erfolgt verschlüsselt über Satellit. Jeder Händler besitzt einen Decoder, der entschlüsselt; dann steht das Signal im Netzwerk des Händlers zur Verfügung, und an jedem PC lässt sich die Sendung sehen. Die Mitarbeiter, für die die jeweiligen Sendungen gedacht sind, werden per E-Mail eingeladen; nur sie bekommen auch je Zugang zu der Sendung. In ihr werden aktuelle Neuentwicklungen, Problemlösungen oder auch allgemeine Schulungen angeboten. Der Zuschauer kann live in der Sendung Umfragen und Multiple-Choice-Fragen beantworten, per Texteingabe Fragen stellen oder per Headset direkt mit den Moderatoren sprechen. Der Rückkanal wird hierbei über das VPN des Volkswagen-Konzerns hergestellt.
Auf der Studioseite besteht das System aus einer Serverkomponente und zwei speziellen Client-Applikationen, über die der Sendungsablauf gesteuert werden kann. Eines dieser Terminals bietet der Regie die Möglichkeit, dem Zuschauer anzuzeigende Unterrichtsmaterialien auszuwählen, Gesprächsanfragen über die VoIP-Funktion anzunehmen oder übermittelte Textnachrichten an den Moderator weiterzuleiten. Der Moderator erhält über das zweite Terminal aufbereitete Informationen zum Sendungsablauf und die von der Regie übermittelten Textnachrichten. Beide Applikationen sind speziell für den Live-Betrieb optimiert.
Entwicklungslabors arbeiten an (Werbe-)Soaps, bei denen Zuschauer Attribute wie Kleidung, Autos etc. an„klick“en können.