Heute ist Unperson ein Thema, das in der Gesellschaft großes Interesse und Debatte hervorruft. Unperson ist seit Jahren Gegenstand von Untersuchungen, Analysen und Überlegungen von Experten und Wissenschaftlern in verschiedenen Bereichen. Seine Relevanz spiegelt sich in zahlreichen Studien, Konferenzen und Veröffentlichungen wider, die versuchen, seine Auswirkungen und seinen Umfang in verschiedenen Kontexten zu verstehen. Unperson ist ein Thema, das Grenzen überschreitet und Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Kultur und Nationalität erreicht und einen bereichernden Dialog erzeugt, der es uns ermöglicht, es aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen. In diesem Artikel tauchen wir in die Welt von Unperson ein und erforschen seinen Ursprung, seine Entwicklung und seine Folgen in der heutigen Gesellschaft. Durch Interviews, Analysen und Zeugenaussagen werden wir denjenigen eine Stimme geben, die von Unperson betroffen sind, und uns mit seinen globalen Auswirkungen befassen.
Unperson ist die Bezeichnung für einen unerwünschten oder für schlecht gehaltenen oder erklärten Menschen. Dies kann sich etwa darauf beziehen, dass die Person von den Medien ignoriert wird.[1] Auch von staatlichen Stellen kann das Ignorieren verordnet werden. So können (nicht nur in Diktaturen[2]) Personen mit Rede- oder Veröffentlichungsverboten belegt werden oder sie werden in öffentlichen Äußerungen nicht mehr genannt oder aus früheren Veröffentlichungen entfernt.[3]
Ähnliche Bedeutung hat „Unperson“ außerdem als Romanbegriff in Neusprech aus 1984 für Personen, an die jegliches Andenken gelöscht wurde. Es wird so getan, als habe der Betreffende nie existiert.
Das Kieler Lexikon der Filmbegriffe definiert den Begriff der Unperson als „eine Nebenfigur, deren Tod den Zustand der erzählten Welt, die Größe und Nähe der Gefahr oder das nahende Ende anzeigt.“[4] Nach Andrew Sarris tragen Unpersonen keine besondere Sympathie.
Als Unpersonen werden im alltäglichen Leben Menschen bezeichnet, die für die sich darstellende Szene zwar wesentlich, wenn nicht sogar unentbehrlich, jedoch in den eigentlichen Handlungsablauf nicht integriert sind (oder eine Nebenrolle spielen). Etwa Kellner für eine Abendgesellschaft, Reinigungspersonal für Büroangestellte, Leibwächter für Personen des öffentlichen Lebens usw. Im letzteren Beispiel wurden auf Fotos früher oft deren Augen hinter einem Balken versteckt (um so den Unpersonenstatus zu dokumentieren).[5]
Der Begriff Unperson in diesem Sinne ist also eher eine Handlungsanweisung für die Hauptakteure (und Betrachter) einer Szene, die Unperson zu ignorieren, bzw. nur so weit zu berücksichtigen, wie es für die Erfüllung der der Unperson zugeschriebenen Aufgabe (Rolle) nötig ist.[5]