Der Name Volksliedstrophe war im Laufe der Jahre Gegenstand von Interesse und Debatten, sei es wegen seiner Auswirkungen auf die Gesellschaft, seiner Relevanz in einem bestimmten Bereich oder seines Einflusses auf die Populärkultur. Da das Interesse an Volksliedstrophe weiter zunimmt, ist es wichtig, seine Bedeutung und Rolle in verschiedenen Aspekten des Lebens zu verstehen. In diesem Artikel werden wir Volksliedstrophe eingehend untersuchen und seine Auswirkungen, Relevanz und die Art und Weise analysieren, wie es die Welt, die wir kennen, geprägt hat. Von seinem Ursprung bis zu seiner heutigen Entwicklung hat Volksliedstrophe in verschiedenen Bereichen eine bedeutende Rolle gespielt, und es ist wichtig, es aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um seinen wahren Umfang zu erkennen.
Volkslieder zeichnen sich durch formale Schlichtheit aus. Ihr Versmaß ist nicht auf ein bestimmtes Schema festgelegt. Im Deutschen besteht die typische Volkslied-Strophe aber meist aus vier, manchmal auch aus sechs Versen, die immer gereimt und mit drei oder vier Hebungen recht kurz sind.
Die laut dem Literaturwissenschaftler Horst Joachim Frank häufigste deutsche Strophenform sind zwei Reimpaare, die aus vier Jamben bestehen, mit männlicher Kadenz:
Diese Form geht zurück auf eine alte, lateinische Hymnenstrophe, wie zum Beispiel O lux beata, trinitas / et principalis unitas, / iam sol recedit igneus, / infunde lumen cordibus aus dem 5. Jahrhundert. Durch Übersetzung solcher lateinischer Hymnen wurde dieser Vierzeiler zum Vorbild deutscher Kirchenlieder.
Für die weltliche Lyrik hingegen wesentlich bedeutender ist die im Deutschen zweithäufigste Strophenform – ein Vierzeiler aus drei Jamben mit wechselnd weiblicher und männlicher Kadenz und unterbrochenem Reim oder Kreuzreim :
Historisch lässt sich diese Volkslied-Strophe als Hälfte des achtzeiligen Hildebrandstons ableiten, einem zweigeteilten Langvers der mittelalterlichen Heldenepik, ähnlich dem Alexandriner in der französischen Literatur. Beispiel aus dem deutschen Nibelungenlied:
Dieser Herkunft folgend, erscheint die deutsche Volkslied-Strophe zunächst vor allem in Volksballaden wie dem Tannhauserlied. Als noch junger Dichter wählte dann zum Beispiel Johann Wolfgang von Goethe – in der Nachfolge von Johann Gottfried Herders Volksliedern – diese Strophenform für seine berühmte Ballade Der König in Thule (1774).
Noch stärker verbreitet hat sich die Volkslied-Strophe in der deutschen Romantik zum Beispiel bei Novalis, Eichendorff oder bei Clemens Brentanos Sammlung von Volksliedern Des Knaben Wunderhorn. Wohl am populärsten wurde sie in volkstümlichen Wander- und Reiseliedern Wilhelm Müllers und vor allem, mit ironischem Unterton, in der lyrischen Dichtung Heinrich Heines.