Zhang Dan

Zhang Dan (chinesisch 张丹, Pinyin Zhāng Dān, * 4. Oktober 1985 in Harbin) ist eine ehemalige chinesische Eiskunstläuferin, die im Paarlauf startete.

Zhang, die in Harbin, dem Zentrum des chinesischen Eiskunstlaufsports, geboren wurde, begann im Alter von sieben Jahren mit dem Eiskunstlaufen. Seit 1997 trat sie im Paarlauf an der Seite von Zhang Hao für den Eislaufverein Harbin an. Zhang Dan und Zhang Hao sind nicht verwandt. Sie wurden von Yao Bin, der zusammen mit Partnerin Bo Luan 1980 der erste chinesische Teilnehmer bei Weltmeisterschaften im Paarlauf war, trainiert.

Zhang Hao und Zhang Dan mit Trainer Yao Bin

Anders als die anderen beiden erfolgreichen chinesischen Paare Shen Xue / Zhao Hongbo und Pang Qing / Tong Jian hatten Zhang/Zhang schon im Juniorenbereich großen Erfolg. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2000 in Oberstdorf zeigte das Paar einen vierfachen Wurflutz, den ersten überhaupt in diesem Wettbewerb. 2001 und 2003 wurden sie Juniorenweltmeister. Sie waren die ersten chinesischen Juniorenweltmeister im Paarlauf. 2001 und 2002 gewannen sie außerdem das Grand-Prix-Finale der Junioren.

2002 debütierten Zhang/Zhang bei den Senioren. Bei ihrer ersten Vier-Kontinente-Meisterschaft gewannen sie sogleich die Bronzemedaille. Bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City wurden sie Elfte und bei ihrer ersten Weltmeisterschaft Neunte. 2003 wurden sie chinesische Meister im Paarlauf. Sie gewannen erneut Bronze bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft und konnten sich bei der Weltmeisterschaft um drei Plätze auf den sechsten Rang verbessern. 2004 ging es bei beiden Meisterschaften um einen Platz nach oben. Sie gewannen die Silbermedaille bei der Vier-Kontinente-Meisterschaft und belegten den fünften Platz bei der Weltmeisterschaft.

Zhang Dan und Zhang Hao bei der Weltmeisterschaft 2004 in Dortmund

Der endgültige Durchbruch kam im Jahr 2005. Erst entschieden sie die Vier-Kontinente-Meisterschaft für sich und dann errangen sie in Moskau mit Bronze ihre erste Weltmeisterschaftsmedaille. Ihren bisherigen Höhepunkt erreichten Zhang/Zhang im Jahr 2006, als sie in Turin olympisches Silber hinter den Russen Tatjana Totmjanina und Maxim Marinin gewannen. Dabei platzierten sie sich vor ihren höher eingestuften und weitaus erfahreneren Landsleuten Shen/Zhao und Pang/Tong und das trotz eines schweren Sturzes von Zhang Dan in der Kür beim Versuch eines geworfenen Vierfachsalchows. Wenige Wochen später wurden sie in Calgary auch Vize-Weltmeister hinter Pang Qing und Tong Jian. Bei den Weltmeisterschaften 2008 und 2009 wurden Zhang Hao und Zhang Dan Vize-Weltmeister hinter Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy. Sie errangen außerdem Silber und Bronze bei den Vier-Kontinente-Meisterschaften.

2010 gewannen sie ihren zweiten Titel bei den Vier-Kontinente-Meisterschaften, allerdings unter schwacher Konkurrenz. Sowohl bei ihren dritten Olympischen Spielen wie auch der Weltmeisterschaft belegten sie bei Siegen ihrer Landsleute den fünften Platz.

2012 beendete Zhang Dan ihre Eiskunstlaufkarriere. Sie studiert nun.

Ergebnisse

Paarlauf

(mit Zhang Hao)

Wettbewerb / Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
Olympische Winterspiele 11. 2. 5.
Weltmeisterschaften 9. 6. 5. 3. 2. 5. 2. 2. 5.
Vier-Kontinente-Meisterschaften 3. 3. 2. 1. 2. 3. 1.
Juniorenweltmeisterschaften 4. 1. 1.
Chinesische Meisterschaften 2. 3. 3. 1. 2. 2. 1.
-
Grand-Prix-Wettbewerb / Saison 99/00 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11 11/12
Grand-Prix-Finale 6. 5. 2. 3. 2. 2. 6. 4.
Skate America 4. 3. 1. 1. 3. 2.
Skate Canada 1.
Cup of Russia 3. 1. 1. 1.
Trophée Eric Bompard 4. 1. 1.
NHK Trophy 1. 2.
Cup of China 2. 1. 2. 2.
Zhang Dan und Zhang Hao, 2009

Weblinks

Commons: Zhang Dan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Vier-Kontinente-Meister im Eiskunstlauf der Sportpaare

1999: Shen Xue und Zhao Hongbo | 2000–01: Jamie Salé und David Pelletier | 2002: Pang Qing und Tong Jian | 2003: Shen Xue und Zhao Hongbo | 2004: Pang Qing und Tong Jian | 2005: Zhang Dan und Zhang Hao | 2006: Rena Inoue und John Baldwin | 2007: Shen Xue und Zhao Hongbo | 2008–09: Pang Qing und Tong Jian | 2010: Zhang Dan und Zhang Hao | 2011: Pang Qing und Tong Jian | 2012: Sui Wenjing und Han Cong | 2013: Meagan Duhamel und Eric Radford | 2014: Sui Wenjing und Han Cong | 2015: Meagan Duhamel und Eric Radford | 2016–17: Sui Wenjing und Han Cong | 2018: Tarah Kayne und Danny O’Shea | 2019–20: Sui Wenjing und Han Cong | 2021: nicht ausgetragen | 2022: Audrey Lu und Misha Mitrofanov | 2023: Riku Miura und Ryūichi Kihara | 2024: Deanna Stellato-Dudek und Maxime Deschamps

Juniorenweltmeister im Eiskunstlauf der Paare

1976: Sherri Baier und Robin Cowan | 1977: Josée France und Paul Mills | 1978: Barbara Underhill und Paul Martini | 1979: Weronika Perschina und Marat Akbarow | 1980–1981: Larissa Selesnjowa und Oleg Makarow | 1982–1983: Marina Awstrijskaja und Juri Kwaschnin | 1984: Manuela Landgraf und Ingo Steuer | 1985: Jekaterina Gordejewa und Sergei Grinkow | 1986–1987: Jelena Leonowa und Gennadi Krasnizki | 1988: Kristi Yamaguchi und Rudy Galindo | 1989: Jewgenija Tschernyschewa und Dmitri Suchanow | 1990–1992: Natalja Krestjaninowa und Alexei Tortschinski | 1993: Inga Korschunowa und Dmitri Saweljew | 1994–1995: Maria Petrowa und Anton Sicharulidse | 1996: Wiktorija Maksjuta und Wladislaw Schownirski | 1997: Danielle Hartsell und Steve Hartsell | 1998–1999: Julija Obertas und Dmitri Palamartschuk | 2000: Olena Sawtschenko und Stanislaw Morosow | 2001: Zhang Dan und Zhang Hao | 2002: Jelena Rjabtschuk und Stanislaw Sakarow | 2003: Zhang Dan und Zhang Hao | 2004: Natalja Schestakowa und Pawel Lebedew | 2005: Maria Muchortowa und Maxim Trankow | 2006: Julia Vlassov und Drew Meekins | 2007: Keauna McLaughlin und Rockne Brubaker | 2008: Xenija Krassilnikowa und Konstantin Besmaternych | 2009: Ljubow Iljuschetschkina und Nodari Maisuradze | 2010–2012: Sui Wenjing und Han Cong | 2013: Haven Denney und Brandon Frazier | 2014–2015: Yu Xiaoyu und Jin Yang | 2016: Anna Dušková und Martin Bidař | 2017: Jekaterina Alexandrowskaja und Harley Windsor | 2018: Darja Pawljutschenko und Denis Chodykin | 2019: Anastassija Mischina und Alexander Galljamow | 2020: Apollinarija Panfilowa und Dmitri Rylow | 2021:(nicht ausgetragen) | 2022: Karina Safina und Luka Berulawa | 2023: Sophia Baram und Daniel Tioumentsev | 2024: Anastassia Metelkina und Luka Berulawa