Wie werden synthetische Fasern produziert?

Synthetische Fasern sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie werden in Kleidung, Teppichen, Autositzen und vielen anderen Gebrauchsgegenständen verwendet. Doch wie werden diese Fasern eigentlich produziert?

Grundsätzlich gibt es zwei Verfahren zur Herstellung synthetischer Fasern. Zum einen die Extrusion und zum anderen die Spinnerei. Beide Verfahren haben gemeinsam, dass sie auf Basis von Polymeren basieren.

Bei der Extrusion wird das Polymer zu Granulat oder Pellets verarbeitet und dann in einen Extruder gegeben. Hier wird es durch eine Düse gepresst und zu einem endlosen Faden extrudiert. Dieser wird dann aufgewickelt und zu Garnen oder Fasern weiterverarbeitet. Ein Beispiel für extrudierte synthetische Fasern sind Polyesterfasern.

Bei der Spinnerei hingegen werden die synthetischen Polymere durch ein Schmelzspinnverfahren hergestellt. Dabei wird das Material erhitzt und durch eine Spinndüse gepresst. Die Fasern kühlen ab und werden auf einer Spule aufgerollt. Ein Beispiel für gesponnene synthetische Fasern sind Polyamidfaser.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Herstellung synthetischer Fasern ist die Art der Polymere, die verwendet werden. Es gibt viele verschiedene synthetische Polymere wie zum Beispiel Polyamid, Polyester, Acryl oder Polypropylen.

Polyamid beispielsweise wird oft als Nylon bezeichnet und ist bekannt für seine hohe Abriebfestigkeit und Elastizität. Polyester hingegen ist bekannt für seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Sonnenlicht und Chemikalien. Acryl ist eine Kunstfaser mit Wollähnlichkeit und wird oft in Teppichen verwendet. Polypropylen schließlich ist als Teppich- und Fasermaterial, sowie für Verpackungen sehr beliebt.

Neben der Wahl der Polymere ist auch die Wahl der Faserform entscheidend für die Qualität des Endprodukts. So gibt es beispielsweise runde oder flache Fasern, die jeweils andere Eigenschaften besitzen. Runde Fasern sind bei Textilien oft angenehmer auf der Haut, während flache Fasern ein besseres Feuchtigkeitsmanagement bieten.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Herstellung synthetischer Fasern ist die Umweltverträglichkeit. Synthetische Fasern sind bekannt für ihre schlechte biologische Abbaubarkeit. Es gibt jedoch von der Industrie initiierte Rücknahmeprogramme, um die Wiederverwertung und umweltfreundliche Entsorgung sicherzustellen.

Insgesamt besteht die Produktion von synthetischen Fasern aus vielen verschiedenen Schritten. Neben der Wahl der Polymere und Faserform sind auch die Verarbeitung und Qualitätssicherungsprozesse entscheidend für die Herstellung eines qualitativ hochwertigen Endprodukts. Die Industrie arbeitet jedoch stetig an der Optimierung der Prozesse, um sowohl die Produktqualität als auch die Umweltverträglichkeit zu verbessern.