Ringwall

Im Artikel von Ringwall werden wir alle Facetten dieses Themas ausführlich beleuchten. Von seinem Ursprung bis zu seiner Entwicklung im Laufe der Zeit, über seine Auswirkungen auf die Gesellschaft und seine heutige Relevanz. Wir analysieren verschiedene Perspektiven und Meinungen von Experten auf diesem Gebiet sowie relevante Daten, die dazu beitragen, die Bedeutung und den Einfluss von Ringwall in verschiedenen Bereichen besser zu verstehen. Ziel dieses Artikels ist es, einen vollständigen und detaillierten Überblick über Ringwall zu geben, mit dem Ziel, das Wissen zu bereichern und eine kritische Reflexion zu diesem Thema zu fördern.

Ringwall von Otzenhausen

Ein Ringwall ist eine ringförmige Wallanlage, die zur Verteidigung als Feldbefestigung oder Wallburg, aus religiösen Gründen und vielleicht auch als Versammlungsort erbaut wurde.

Die Entstehungszeit dieser Anlagen erstreckt sich vom Neolithikum (Jungsteinzeit) bis herauf in das Mittelalter.

Aufbau

Typische Ansicht eines Ringwalls im Tiefland heute – Von Bäumen überwachsener Wall inmitten einer Ackerlandschaft: Oldenburger Wall bei Horst

Das Charakteristische eines Ringwalls ist der Wall als fortifikatorisches Hauptelement. Er kann auf verschiedene Weise aufgebaut sein, als einfache Erdaufschüttung, als Holz-Erdekonstruktion bis hin zu einer Mauer. Ehemalige Holz-Erde-Mauern, aber auch solche aus Stein, sind heute im Gelände oftmals nur noch als vermeintlicher Erdwall zu erkennen. Meist besaß ein Ringwall einen vorgelagerten Graben; der Wall kann durch eine Palisade ergänzt werden. Oft wurden von den Erbauern mehrere konzentrische Ringwälle errichtet, wodurch eine effektivere Verteidigung gegen Angreifer möglich war. Vorgelagerte Anlagen eines Ringwalls stellen Ringabschnittswälle und Abschnittswälle dar, wie an einem Bergsporn. Ringwälle der Eisenzeit sind häufig durch Annexwälle begleitet, die meist zur Sicherung der Wasserversorgung, wie Quellen, dienten und diese ganz oder teilweise einschlossen.

Entdeckung

Viele Ringwälle wurden im schweizerischen und niederösterreichischen Alpenvorland entdeckt, oft im Wald und häufig durch Luftbildarchäologie (Luftfotos bei flachem Sonnenstand). Profile durch die Anlagen und die Ausgrabung der Innenfläche erlauben Analysen der zeitlichen Entwicklung der Befestigung, der Keramik und des Nahrungsangebotes der Vorzeit.

Zeitliche Einordnung

Im 19. und auch noch im 20. Jahrhundert wurden Ringwälle auch von Archäologen oft pauschal als vorgeschichtlich eingestuft. Bei manchen ist die Datierung als vorgeschichtlich oder mittelalterlich allein aus der Form der Anlage schwierig, wenn keine datierbaren Funde vorliegen. Oft wurden solche Anlagen aber auch mittlerweile als frühmittelalterliche Burgstellen erkannt. In topographischen Karten sind sie jedoch meistens noch als „Ringwall“ eingetragen.

Bekannte Ringwälle

Heidenmauer bei Bad Dürkheim

Auf dem Territorium des heutigen Bundeslandes Hessen:

  • Frühmittelalterliche Ringwallanlagen:

Siehe auch

Literatur

  • Arthur Dähn, Susan Möller-Wiering: Ringwälle und Turmhügel. Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 978-3-88042-850-8.
  • Eduard Trauer: Verzeichnis vogtländischer Ringwallanlagen nebst Karte. In: Mitteilungen des Altertumsforschenden Vereins Plauen im Vogtland, 17. Jahrschrift 1905/06, S. 116–141
  • Paul Grimm: Die vor- und frühgeschichtlichen Burgwälle der Bezirke Halle und Magdeburg. Akademie-Verlag, Berlin 1958 (= Handbuch vor- und frühgeschichtlicher Wall- und Wehranlagen, hrsg. von Wilhelm Unverzagt, Teil 1 = Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Schriften der Sektion für Vor- und Frühgeschichte, Band 6)
Wiktionary: Ringwall – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen