Das Thema Hessischer Kulturpreis ist heute von großer Relevanz und war im Laufe der Zeit Gegenstand zahlreicher Studien und Debatten. Die Bedeutung von Hessischer Kulturpreis liegt in seiner Auswirkung auf verschiedene Aspekte des täglichen Lebens, von der Gesundheit bis zur Wirtschaft. Im Laufe der Geschichte hat Hessischer Kulturpreis eine grundlegende Rolle in der Gesellschaft gespielt und die Art und Weise beeinflusst, wie Menschen miteinander und mit der Umwelt um sie herum umgehen. In diesem Artikel werden verschiedene Perspektiven auf Hessischer Kulturpreis untersucht und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft und seine Relevanz in der heutigen Welt analysiert.
Der aufgrund eines Kabinettbeschlusses der Landesregierung Hessen von Juni 1981 geschaffene, anfangs mit 60.000 Deutsche Mark und derzeit mit 45.000 Euro dotierte Hessische Kulturpreis wird seit 1982 jährlich für besondere Leistungen in Kunst, Wissenschaft und Kulturvermittlung vergeben.
1991: Horst Antes (Maler und Bildhauer); Helmut Burmeister (Leiter des Stadtmuseums Hofgeismar); Gerd J. Grein (Leiter der Sammlung Volkskunde in Hessen – Museum Otzberg)
2024: Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main
Zwischenzeitliche Verschiebung der Preisverleihung 2009
Der Kulturpreis 2009 hätte an Peter Steinacker, den ehemaligen Kirchenpräsidenten der evangelischen Kirche von Hessen und Nassau, an den Kardinal Karl Lehmann, den katholischen Bischof von Mainz, an Salomon Korn, den Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, und an den Orientalistikwissenschaftler Fuat Sezgin verliehen werden sollen. Fuat Sezgin entschloss sich jedoch, den Preis aus Protest gegen die Haltung Salomon Korns im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern im Gaza-Streifen nicht anzunehmen. Für Sezgin wurde Navid Kermani, ein in Köln lebender Islamwissenschaftler, Schriftsteller und Publizist, der auch Mitglied der Deutschen Islamkonferenz sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ist, nominiert.[8]
Lehmann und Steinacker teilten dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch mit, dass sie nicht gemeinsam mit Kermani den Preis annehmen können, da dieser in einem Artikel in der NZZ im März 2009 über das Kreuzigungsbild von Guido Renis „fundamentale und unversöhnliche Angriffe auf das Kreuz als zentrales Symbol des christlichen Glaubens“ geäußert habe.[9]
Daraufhin führte der hessische Ministerpräsident Roland Koch den Beschluss herbei, Kermani den Preis zu entziehen, was dieser zunächst nur durch Journalisten erfuhr.[10] Schließlich verschob die hessische Landesregierung die Preisverleihung auf den Herbst desselben Jahres.[11]
Unter anderem Martin Mosebachs warf Lehmann schlechten Stil vor, Kermani durch das Schreiben an Koch als Preisträger verhindert zu haben, ohne sich mit Kermanis Aussagen wirklich auseinanderzusetzen.[12] In seinem Text schreite Kermani „von einer anfänglichen Schmähung zu einer Huldigung des Kreuzes“. In einer Stellungnahme legte Lehmann dar, dass er sich entgegen der Kritik zum einen durchaus mit Kermanis Text beschäftigt habe, und dass er zum anderen auch die Verhinderung der Preisverleihung an Navid Kermani weder „auch nur insinuiert, geschweige denn erwartet oder gar angemahnt“ habe.
Letztlich entschlossen sich Lehmann und Steinacker, nach einem Gespräch mit Kermani, doch zur gemeinsamen Annahme des Preises, der am 26. November 2009 schließlich an die vier Preisträger vergeben wurde. Ministerpräsident Koch entschuldigte sich dabei bei Kermani.[13] Kermani stiftete seinen Anteil des Preisgeldes für soziale Projekte an der katholischen Gemeinde St. Theodor in Köln-Vingst.[14]