Im heutigen Artikel befassen wir uns mit Mary Beard (Althistorikerin), einem Thema, das in letzter Zeit die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich gezogen hat. Wir erfahren mehr über seinen Ursprung, seine Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft und die möglichen Auswirkungen, die es in verschiedenen Bereichen hat. Wir werden auch einige Meinungen von Experten zu diesem Thema sowie die neuesten Forschungsergebnisse und Entdeckungen im Zusammenhang mit Mary Beard (Althistorikerin) analysieren. Dieser Artikel wird zweifellos einen tiefen und umfassenden Einblick in dieses faszinierende Thema bieten und unseren Lesern eine breitere Perspektive und ein besseres Verständnis von Mary Beard (Althistorikerin) vermitteln.
Dame Winifred Mary Beard, DBE, FSA, FBA (geboren 1. Januar 1955 in Much Wenlock, Shropshire, England) ist eine englische Althistorikerin und Frauenrechtlerin.
Beard ist Professor of Classics an der University of Cambridge sowie Fellow des dortigen Newnham College. Sie gibt den Bereich Altertumswissenschaften für das Times Literary Supplement heraus und führt das Blog A Don’s Life in Times Online (das gleichzeitig als Kolumne in The Times erscheint). Zahlreiche Medienauftritte, umstrittene Äußerungen zu den Ursachen der Terroranschläge am 11. September 2001 und die Veröffentlichung der Geschichte ihrer eigenen Vergewaltigung während einer Italienreise im Jahr 1978[1] haben sie allgemein bekannt gemacht.
Beard ist das einzige Kind des Architekten Roy Whitbread Beard und der Schulleiterin Joyce Emily Beard, geborene Taylor. Sie besuchte die halbstaatliche Mädchenschule Shrewsbury High School und nahm während ihrer Schulzeit regelmäßig an archäologischen Grabungen teil. Im Alter von 18 Jahren begann sie ihr Studium am Newnham College, einem ausschließlich Frauen vorbehaltenen College in Cambridge. Eine Einschreibung am King’s College Cambridge hatte sie verworfen, weil dort keine Stipendien an Frauen vergeben wurden. Am Newnham College zählten Joyce Reynolds und Patricia Elizabeth Easterling zu ihren Dozentinnen. Im Jahr 1977 erwarb Beard ihren B.A., 1982 wurde sie in Cambridge zum Ph.D. promoviert. Im Jahr 1985 heiratete Beard den Kunsthistoriker Robin Cormack, mit dem sie eine Tochter und einen Sohn hat.[2]
Bereits von 1979 an bis 1983 war Beard Lecturer in Classics am King’s College London. Im Jahr 1984 kehrte sie nach Cambridge zurück und wurde zum Fellow des Newnham College ernannt. Sie war zu dem Zeitpunkt die einzige Frau unter den Dozenten der Classics Faculty der Universität Cambridge. Im Jahr 1992 wurde sie classics editor des Times Literary Supplement und im Jahr 2004 Professor of Classics in Cambridge.
Im Jahr 2004 war Beard Mitglied im Kuratorium der Ausstellung From Ancient Art to Post-Impressionism in der Royal Academy of Arts in London. Im Herbst 2008 hielt sie als Sather Professor of Classical Literature an der University of California in Berkeley eine Vorlesungsreihe zum Roman Laughter,[3] im November 2009 die Geddes-Harrower Lectures an der Universität Aberdeen zum Thema From Ancient Athens to Old Aberdeen: artists and archaeologists, travellers and tourists in the nineteenth century.[4] Beards Wirkung in der Öffentlichkeit verdankt sie legerem Auftreten und einer unorthodoxen – Wissenschaftlerkollegen zuweilen befremdenden – Ausdrucksweise im Fernsehen, bei X und in ihren Büchern. Sie hat damit zur Popularisierung der Altertumswissenschaften beigetragen.[5]
Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center wurde Beard neben anderen Autoren von der London Review of Books eingeladen, ihre Meinung zu dem Ereignis zu äußern. Sie glaubte, dass viele Leute, wenn sich der Schock erst einmal gelegt hätte, zu der Einsicht kommen würden, dass die USA dies zu erwarten gehabt hätten (“the United States had it coming”) und dass die Rüpel dieser Welt, selbst wenn sie das Herz am rechten Fleck hätten, am Ende die Rechnung bezahlen würden (“world bullies, even if their heart is in the right place, will in the end pay the price”),[6] eine Position, die in der amerikanischen Diskussion als Roosting Chickens argument bezeichnet wird.[7] Stürme der Entrüstung entluden sich daraufhin sowohl in der Fachwelt als auch im allgemeinen Publikum.[5] In einem Interview vom November 2007 glaubte Beard jedoch, dass sich inzwischen die Ansicht durchgesetzt habe, dass der internationale Terror mit der Außenpolitik der USA in Verbindung zu bringen sei.[8]
Nach einem Auftritt in der Fernsehserie Question Time im Januar 2013, in der sie sich positiv über Immigranten und deren Beitrag zur Gesellschaft aussprach, wurde Mary Beard Opfer von Twitter-Attacken, in denen sie zum Teil unflätig beschimpft und persönlich angegriffen wurde.[9][10] Beard setzte sich öffentlich zur Wehr, indem sie diese Kommentare, samt einer zugesandten, mit Photoshop erzeugten pornografischen Bildmontage auf ihrem Blog veröffentlichte.[11] Da auch andere Frauen auf Twitter ähnlich aggressiv angegriffen wurden, so z. B. die Journalistin Caroline Criado-Perez und die Labour-Abgeordnete Stella Creasy, entspann sich eine längere Debatte in den britischen Medien und darüber hinaus, wie derartigen Angriffen am effektivsten begegnet werden könne.[12]
Zu den schwindenden Wissensvoraussetzungen für die antike Geschichte äußerte sie 2022, dass
„viele Kunstwerke zunächst nicht viel bedeuten, wenn man weder mit der Bibel noch der Mythologie oder den römischen Kaisern vertraut ist. Warum sind die Impressionisten so beliebt? Weil man nichts wissen muss, um sie zu genießen.“ ... „Vor hundert Jahren gab es ein paar Kerle, die verdammt gut waren, aber auch viele, die es nicht waren. Im neunzehnten Jahrhundert hat der Fakultätsvorstand das Niveau der Studenten beklagt. Dabei waren die Prüfungen in Latein und Griechisch sehr einfach. Das ganze Gerede über Verdummung ist übertrieben."[13]
Beard arbeitet zu verschiedenen Aspekten der antiken römischen, aber auch griechischen Geschichte und Kultur wie Sozialgeschichte, Religion, Sexualität und Gender und zur Kunst- und Literaturgeschichte sowie zur Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Dabei berücksichtigt sie auch Hilfs- und Randdisziplinen wie die Epigraphik und die Museumsgeschichte. Seit ihrer Jugend hegt sie ein besonderes Interesse an der Stadt Pompeji.
Der Kölner Althistoriker Karl-Joachim Hölkeskamp schrieb über ihre Publikationen: „In elegantem Duktus, aber mit spitzer Feder und erbarmungsloser Schärfe will sie sich erklärtermaßen daranmachen, die gesamte bisherige Forschung souverän-kritisch auseinanderzunehmen und das Dickicht aus trügerischen Sicherheiten und verstaubten Vorurteilen, hergebrachten Handbuchweisheiten und verbohrten Orthodoxien zu lichten.“[20] Der Tübinger Archäologe Manuel Flecker bemerkte zu ihrem Pompeji-Buch: „Kaum hinwegsehen lässt sich über den unnötigen Habitus Beards, andere stets ungenannte Forscher häufig explizit abzukanzeln oder auch zu loben, um sich so selbst im Zentrum der Deutungshoheit als entscheidende Wissensinstanz darzustellen.“[21]
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Blog
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Personendaten | |
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NAME | Beard, Mary |
ALTERNATIVNAMEN | Beard, Winifred Mary (vollständiger Name) |
KURZBESCHREIBUNG | englische Althistorikerin |
GEBURTSDATUM | 1. Januar 1955 |
GEBURTSORT | Much Wenlock |